Geld verdienen mit Questler – Testbericht und Erfahrungen

Mit Questler kann man mit Klicks Geld verdienen. In diesem Testbericht schildere ich meine Erfahrungen mit diesem Paidmailer und Cashback-Anbieter. Questler ist heute sicherlich der größte Paidmailer im deutschen Raum, daher ist es spannend, zu erfahren, wie gut es sich zum Geldverdienen eignet.

Geld verdienen mit Questler

Questler wurde 2005 gegründet und hat sich seit dem Start nicht nur technisch fortlaufend weiterentwickelt, sondern konnte bis heute zehntausende User zur Teilnahme bewegen.

Questler zählt bis heute zu den aktivsten und erfolgreichsten Paidmailern und hat laut eigenen Angaben bereits mehrere Millionen Euro an die Teilnehmer ausgezahlt.

Es wird spannend, zu sehen, wie sich Questler in der Disziplin Geld verdienen schlagen wird und ob dieser Paidmailer eventuell sogar profitabler als die Konkurrenz ist.

Das folgende Video zeigt, wie Questler in aller Einfachheit funktioniert:

Geld verdienen mit Questler – wie funktioniert es?

Die Funktionsweise von Questler ist denkbar einfach: man erstellt ein kostenloses Nutzerkonto und muss zunächst die Anmeldung bestätigen, um den Account zu aktivieren.

Das ist aber noch nicht alles, einmal im Account eingeloggt, kann man zwar bereits Geld mit Questler verdienen, jedoch wird man darauf hingewiesen, seine Identität zu bestätigen. Das ist etwas, was sicherlich für viele ein Dorn im Auge sein sollte.

Questler Verifizierung
© Questler | Verifizierung

Man muss dazu sensible Dokumente wie eine eingescannte Kopie des Personalausweises, Reisepasses oder des Führerscheins in Verbindung mit einem amtlichen Dokument als Adressnachweis zusenden.

Natürlich gibt es laut Questler auch einige Vorteile, wenn man seine Identität bestätigt:

  • „mehr Werbemails“
  • „besondere Aktionen“
  • „2 Wochen lang 20 % Cashback-BOOST“ (was immer es auch bedeuten mag)

Ich vermute mal, dass man ohne diesen Identitätsnachweis auch keine Auszahlungen erhalten wird, das ist aber meine theoretische Schlussfolgerung, schließlich habe ich keine Auszahlungen von Questler erhalten, warum nicht – kannst du weiter unten im Testbericht nachlesen.

Eine identische Identitätsprozedur ist zum Beispiel üblich beim Eröffnen von Bankkonten über das Internet, das ist sogar nachvollziehbar, aber bei der Teilnahme an einem Paidmailer?

Das ist zu viel des Schlechten, eine erste rote Flagge.

Weiter geht‘s, der spannendste Teil ist schließlich noch vor uns, wir wollen schließlich herausfinden, wie viel Geld man mit Questler verdienen kann und ob sich das überhaupt lohnt.

Wie viel Geld kann man mit Questler wirklich verdienen?

Eines vorweg: Questler scheint ein seriöser Paidmailer mit einem Sitz in Deutschland zu sein und bei dem man sich darauf verlassen kann, eine Auszahlung zu erhalten, schließlich gibt Questler selber an, bereits mehrere Millionen an die User ausgezahlt zu haben.

Alles schön und gut, aber wie profitabel ist Questler wirklich?

Bei Questler gibt es drei Möglichkeiten, Geld zu verdienen:

  • Paidmails lesen und bestätigen
  • Cashback beim Einkauf in Partner-Shops
  • User werben und an deren Einnahmen mitverdienen

Gehen wir die einzelnen Verdienstmöglichkeit einzeln durch, die von Questler vergütet werden.

Verdienstmöglichkeit 1: Paidmails lesen und bestätigen

Was wäre ein Paidmailer ohne die Möglichkeit, Paidmails zu lesen, diese zu bestätigen und dafür eine Vergütung zu erhalten? Auch bei Questler gibt es diese klassische Möglichkeit.

Man bekommt regelmäßig Werbe-E-Mails in sein Postfach, die man bestätigen muss, um eine kleine Vergütung zu bekommen. Schon fällt sofort etwas Negatives auf, schau dir die folgende Grafik an:

Questler Paidmail-Vergütung
© Questler | Paidmail-Vergütung

Hier sieht man die Vergütungssumme für das Bestätigen einer bestimmten Werbemail. Man bekommt exakt 0.20 Cent für das Bestätigen der E-Mail. Für mich ist es eine klare Täuschung, wenn man die Vergütung so aussehen lässt, als wären es echte Centbeträge.

Als ich zum ersten Mal auf die Vergütung schaute, dachte ich, man bekommt 0.20 Euro, also 20 Cent für das Bestätigen der E-Mail. Ich bin mir sicher, dass viele User genauso denken.

Erst als ich einige Paidmails bestätigte, stellte ich fest, dass die Einnahmen nahezu unverändert geblieben sind, das liegt eben daran, dass man pro Vergütung 0.20 Cent, also bei weitem unter einem Cent bekommt.

Das ist eine klare Täuschung für mich und hier werden mir sicherlich viele Questler-User zustimmen.

Ich habe ein paar Paidmails bestätigt, hier ist die Übersicht der Vergütungen:

Questler Einnahmen mit Paidmails
Einnahmen mit Paidmails

Schaut man sich die Beträge an, sieht man sofort, dass man mit Questler kaum Geld verdienen kann, denn die durchschnittliche Vergütungssumme beträgt 0.0025 Cent pro Werbemail.

Nur um 2,50 Euro zu verdienen, müsste man 1000 Werbemails lesen und bestätigen. Und ich bin mir sicher, dass man pro Monat noch nicht einmal diese 1000 Werbemails von Questler bekommt, sondern eher ca. 100 Stück – maximal.

Verdienstmöglichkeit 2: Cashback beim Einkauf in Partner-Shops

Die Paidmails sind nicht geeignet zum Geldverdienen mit Questler, das haben wir bereits herausgefunden, zum Glück bietet Questler weitere Möglichkeiten, zum Beispiel Cashback.

Cashback funktioniert ganz einfach: man kauft etwas und bekommt davon einen kleinen Betrag von Questler zurück. Questler arbeitet mit Partnerprogrammen und bekommt Provision, wenn ein User etwas kauft.

Eben von dieser Provision bekommt der User einen „kleinen Betrag“ zurück.

Kann man Cashback zum Geldverdienen nutzen? Nein. Wieso nicht? Weil man kein Geld verdienen kann, wenn man dafür zuerst Geld ausgeben muss. Also ist Cashback eben Cashback und nur eine Möglichkeit, um beim Einkauf Geld zu sparen.

Verdienstmöglichkeit 3: User werben und an deren Einnahmen mitverdienen

Zum Glück kann man bei Questler wenigstens User werben und an deren Einnahmen mitverdienen. Ohne jetzt großartig ins Detail zu gehen, bin ich mir sicher, dass die einzige Möglichkeit, mit Questler Geld zu verdienen, eben im Referral-System liegt.

Questler Referral-System
© Questler | Referral-System

Es gibt 3 Ebenen. Man verdient also nicht nur Geld mit direkt geworbenen Teilnehmern, sondern auch mit Teilnehmern, die von geworbenen Teilnehmern geworben wurden.

Das ist fair.

Man wirbt aktive Schäfchen, die schön ihre Zeit mit Questler totschlagen, dort beim Einkauf Geld sparen und man verdient Geld, wenn eben diese User Geld verdienen oder in den „Partner-Shops“ Geld ausgeben.

Wenn ich du wäre und mit Questler Geld verdienen wollte, würde ich mich auf das Werben neuer User konzentrieren, alles andere ist bei Questler nicht interessant und ebenso nicht profitabel.

Fazit

Questler ist ein großer Paidmailer und Cashback-Anbieter zugleich.

Wer mit Questler Geld verdienen will, wird in den sauren Apfel beißen. Ich konnte bei meinem Test keinen Weg finden, wie man mit Questler wenigstens bisschen Geld verdienen kann, ohne dass man einfach neue User anwirbt, die an Cashback teilnehmen und man eben an deren „Ausgaben“ Geld verdient.

Das ist eine schwache Leistung für einen Paidmailer.

Ich kann Questler mit kleinem guten Gewissen als eine Möglichkeit zum Geld verdienen im Internet empfehlen. Alles in einem ist das Ergebnis enttäuschend, jedoch nicht überraschend, wenn man meinen Artikel über Paidmailer liest.

Paidmailer sind tot.

Questler versucht, sich durch Cashback über Wasser zu halten, kann jedoch nicht auf die Paidmails verzichten (und ebenso mit deren Verdienst überzeugen), schließlich liegen die Wurzeln von Questler eben beim Lesen und Bestätigen von Werbemails.

Questler ist höchstens ein interessanter Anbieter zum Sparen beim Einkaufen, ganz sicher ist Questler keine Option, Geld im Internet zu verdienen. Ich würde diesen Anbieter auch keinem Einsteiger empfehlen, der nur ein „Taschengeld“ online verdienen will.

Generell empfehle ich jedem, der Geld mit Paidmails verdienen möchte, sich nicht zu sehr auf hohe Einnahmen zu verlassen. Paidmails haben ihre besten Zeiten hinter sich, das erkennt man alleine daran, dass immer mehr Paidmailer vom Markt verschwinden.

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