Homepage-Baukasten oder WordPress als CMS verwenden?

Kommt man erst auf die Idee, eine eigene Homepage zu erstellen, wird man sich die Frage stellen, ob man zu einem Homepage-Baukasten oder WordPress als CMS greifen soll. Was besser ist und welche Vor- und Nachteile man vom jeweiligen System erwarten kann, das schauen wir uns in diesem Artikel einmal im Detail an.

Geld verdienen von Zuhause

Wenn man eine eigene Homepage bauen möchte, kommt man nicht um die Entscheidung herum, ob man die Homepage mit einem Baukasten oder einem Content-Management-System (CMS), zum Beispiel mit WordPress, erstellen soll.

Beide Systeme haben natürlich Stärken und Schwächen, die man kennen sollte, bevor man mit dem aufwendigen Bau seiner Homepage beginnt.

Was ist ein Homepage-Baukasten?

Ein Homepage-Baukasten ist ein Online-Programm, womit man seine Homepage modular Klick für Klick zusammenstellen kann. Man kann beispielsweise Funktionen wie ein Kontaktformular, ein Gästebuch oder sogar in manchen Fällen ein vollwertiges Warenkorb-System sehr einfach in die Homepage als Modul integrieren.

Homepage-Baukasten von 1&1
© 1und1.de | Homepage-Baukasten

Genauso einfach ist es, das Erscheinungsbild der Homepage zu ändern. Man bekommt oft die Möglichkeit, aus vielen Design-Vorlagen wählen zu können, was am besten für das jeweilige Web-Projekt passt.

Selbstverständlich wird auch die Erstellung von Inhaltsseiten für die Homepage mit einem Baukasten-System sehr einfach gemacht. Nicht selten kann man Inhalte direkt aus einem Word-Dokument in die Homepage übernehmen.

Wer seine erste Homepage erstellt, bekommt mit einem guten Homepage-Baukasten alles an die Hand, um eine professionelle Webpräsenz aufzubauen. Man muss sich nicht mit der Technik hinter der Homepage beschäftigen und kann das tun, was die Homepage letztendlich erfolgreich macht: Inhaltsplanung- und Erstellung.

Die Vorteile von einem Homepage-Baukasten

Wie man sich gut vorstellen kann, bietet ein Baukasten-System dem Homepage-Bauer einige Vorteile:

  • Man kann ohne Vorkenntnisse eine relativ professionelle Homepage bauen.
  • Die Homepage wird oft modular aufgebaut. Somit kann man bestimmte Elemente in die Homepage integrieren oder diese auch wieder entfernen.
  • Design-Vorlagen ermöglichen Ihnen, das Erscheinungsbild der Homepage jederzeit zu ändern.
  • Die Technik wird komplett vom Anbieter gemanagt. So kann man sich in Ruhe mit dem Aufbau der Homepage beschäftigen und sein Business aufbauen.

Schauen wir uns jetzt die Nachteile an:

Der Homepage-Baukasten und seine Nachteile

Wichtig ist es, auch die Nachteile eines Homepage-Baukasten-Systems zu kennen, diese sind:

  • Man hat keine 100 % Kontrolle über die Homepage, denn ein Großteil wird im Hintergrund gemacht, darauf hat man keinen Einfluss.
  • Gute Systeme kosten gutes Geld. Die kostenlosen dagegen sind meist nicht gut genug, um auch eine halbwegs professionelle Homepage bauen zu können.
  • Die Homepage ist für immer Abhängig vom gewählten Baukasten-System. Einmal angefangen, kann man die Homepage nicht einfach zu einem anderen Anbieter umziehen, denn man hat schließlich keinen direkten Zugriff auf die Daten und müsste bei einem Umzug komplett bei 0 anfangen.
  • Baukasten-Systeme haben teilweise starke Limitierungen, wodurch viele Sachen, die bei einer klassischen Webseite möglich sind, bei einem Baukasten-System unmöglich sind.

Einige Nachteile sind gravierend, zum Beispiel die Limitierungen. Das kann das Wachstum der Homepage erheblich erschweren oder gar verhindern. Man muss also vor dem Bau der Homepage planen, ob man alle Funktionen mit dem Baukasten realisieren kann.

Und genau hier kommt ein CMS ins Spiel, und zwar WordPress.

Ein Content-Management-System (CMS) ist die beste Alternative für ein Baukasten-System und hat viele Stärken, die darüber entscheiden können, ob deine Homepage langfristig erfolgreich sein wird oder nicht.

Was ist WordPress?

WordPress ist ein fix-und-fertiges System, mit dem man jede Art von Webseite aufbauen kann – und es ist zudem kostenlos. WordPress muss auf einer eigenen Domain installiert werden, was uns sofort zum ersten Nachteil von WordPress führt: die Technik.

WordPress Themes
WordPress Themes

Du musst WordPress auf deiner eigenen Domain selber installieren, damit du eine Website auf Basis von WordPress betreiben kannst. Die Installation ist jedoch sehr einfach und in 5 – 10 Minuten abgeschlossen.

Einmal installiert, kannst du ähnlich wie mit einem Homepage-Baukasten-System deine Webseite aufbauen. Es gibt keinerlei Limitierungen, wodurch zumindest ausgeschlossen ist, dass man alle benötigten Funktionen in die Webseite integrieren kann.

Die Vorteile von WordPress

Die Vorteile von WordPress sind allesamt überzeugend und bestätigen, warum diese Lösung derzeit auf rund 30 % alle Webseiten im Internet zum Einsatz kommt.

  • Man hat die volle Kontrolle über die Daten. So kannst du jederzeit den Anbieter für deine Website wechseln und nimmst WordPress samt aller Daten einfach mit zum neuen Anbieter.
  • WordPress ist eine freie Software und kostet nichts.
  • WordPress wird von einer großen Community (Gemeinschaft) kontinuierlich weiterentwickelt und verbessert.
  • WordPress ist sehr einsteigerfreundlich. Wirklich jeder, der etwas Zeit und Geduld mitbringt, um sich mit WordPress zu beschäftigen, kann damit professionelle Webseiten bauen.
  • Es gibt tausende kostenlose Design-Vorlagen für WordPress, die mit einem Klick installiert werden können.
  • Zusätzlich gibt es tausende Erweiterungen, auch Plugins genannt, die eine WordPress-Installation um eine bestimmte Funktion bereichern. Auch die Plugins sind zum größten Teil kostenlos verfügbar.
  • Es gibt unzählige Anleitungen und Videos im Internet, die zeigen, wie man mit WordPress richtig arbeitet. Damit schafft es jeder, mit WordPress eine Homepage aufzubauen.

Natürlich kann man auch bei einem solchen tollen System nicht erwarten, auch einige Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.

Die größten Nachteile von WordPress als CMS

Die folgenden Nachteile lassen sich nicht nur auf WordPress übertragen, sondern allgemein auf alle CMS-Systeme, die auf der eigenen Domain installiert werden müssen.

  • Wenn man mit WordPress arbeitet, ist man der Webmaster. Das heißt: funktioniert etwas nicht richtig, muss man selber Hand anlegen und den Fehler finden und beheben. Damit haben viele Webmaster große Probleme.
  • Wer mit WordPress seine erste Website baut, muss sich alles selbst beibringen und lernen, mit WordPress zu arbeiten. Aber auch das ist kein Problem, denn man bekommt im Internet qualifizierte Hilfe, weil WordPress sehr verbreitet ist.
  • Man muss eine eigene Domain und den dazugehörigen Speicherplatz für paar Euro im Monat mieten (Webhosting) und sicherstellen, dass alle technischen Voraussetzungen erfüllt werden, damit WordPress ohne Probleme funktionieren kann.

WordPress ist die Nummer #1 unter den Content-Management-Systemen – und das zu Recht. Es kann jedes Homepage-Baukasten-System am Markt locker schlagen und kostet dabei keinen Cent!

Fazit

Wenn du eine eigene Homepage erstellen möchtest, dann hast du zwei Optionen:

  1. Du nimmst ein Homepage-Baukasten-System und musst mit den Einschränkungen leben, dafür aber hast du keine Probleme mit der Technik.
  2. Du nimmst WordPress, hast keine Limitierungen, musst dich aber mit der Technik beschäftigen, und das macht nicht immer Spaß.

Heute ist es nicht mehr zeitgemäß, Webseiten per Hand zu erstellen, so wie es zu den Anfangszeiten des Internets üblich war. Damals hat man Webseiten per Hand erstellt und musste sich dafür die Grundlagen der Web-Programmierung aneignen.

Heute ist alles anders.

Jeder halbwegs erfahrene Website-Betreiber wird dir ohne zu zögern raten, zu WordPress zu greifen, weil dies eine kostenlose und sehr flexible Lösung ist, mit der man alle möglichen Web-Projekte umsetzen kann.

Auch ich kann WordPress für jede Art von Web-Projekt empfehlen, egal ob du eine private Homepage, einen Blog oder eine Nischenwebseite bauen möchtest – nimm WordPress, damit machst du nichts falsch.

Google+