Bloggen statt Backlinks aufbauen – Bloggen ohne SEO?

Keine Backlinks aufbauen, sondern einfach bloggen? Das klassische Bloggen, wo es in erster Linie nur darum geht dem Leser einen guten Inhalt zu bieten, ist in den letzten Jahren immer mehr in den Hintergrund geraten.

Bloggen

Stattdessen versuchen viele Blogger und vor allem Affiliates, einen mittelmäßigen Inhalt zu erstellen und diesen dann mit vielen Backlinks auf möglichst prominente Positionen bei Google und Co. zu „puschen“.

Es ist zwar leichter, einen mittelmäßigen Content zu erstellen, anstatt tollen und nützlichen Content zu kreieren, daher kann man verstehen, warum so viele Betreiber von Webseiten eben bei der Contenterstellung einen kürzeren Weg einschlagen.

Völlig unterschätzt wird dabei der spätere Linkaufbau und der Aufwand, um die mittelmäßigen bis schlechten Inhalte bei Google und Co. nach oben zu puschen.

Tatsache ist:

Schlechten Content ist es sehr viel schwieriger in den Suchmaschinen auf halbwegs gute Positionen zu bringen als ausgezeichneten „Mehrwert-Content“.

Immer öfter rückt die Frage in den Vordergrund:

Soll man sich heute noch überhaupt mit dem Aufbau von Backlinks beschäftigen oder sollte man lieber den klassischen Weg des Bloggens wählen und sich nur auf guten, nützlichen Inhalt konzentrieren?

Google sagt unmissverständlich, an welche Regeln sich Webmaster halten müssen. Es wird auch deutlich, was Google von Linktauschprogrammen hält. Demzufolge empfiehlt Google ausdrücklich, sich nicht an manuellem Linkaufbau zu beteiligen.

Das hält aber natürlich kaum einen Webmaster davon ab, trotzdem fleißig Backlinks aufzubauen – zu Recht, denn wie soll man seine Konkurrenz ansonsten einholen oder gar in den Rankings schlagen, wenn doch praktisch alle mit unfairen Mitteln spielen?

Einfach nur Bloggen – kein SEO mehr nötig?

Der natürliche Weg, wo es darum geht die Backlinks auf eine natürliche Weise aufzubauen, ist meiner Meinung nach der optimale, wenn man langfristig mit einer Website Geld verdienen möchte.

Man konzentriert sich nur auf gute Inhalte auf dem Blog und bekommt automatisch Backlinks – sofern man nützliche bzw. „verlinkenswerte“ Inhalte erstellt. Das funktioniert, wie man bei vielen kleinen Blogs beobachten kann.

Ich habe früher ein sehr einfaches Konzept verfolgt, um mit meinen Affiliate-Seiten Geld zu verdienen:

Ich erstellte statische, themenspezifische Webseiten, die einzig und allein auf den Produktverkauf ausgerichtet waren. Diese Webseiten konnten gut verkaufen, aber diese bekamen keine Backlinks automatisch und auch Google war sich zu fein, auf diese Seiten Besucher zu schicken.

Warum auch, es war nicht zu übersehen, dass die Webseiten nur reine Geldseiten waren. Wer sollte diese freiwillig verlinken? Oder was hätte Google davon, Besucher darauf zu schicken … damit ich mir eine goldene Nase verdiene?

Dieses Konzept funktioniert auch heute noch, doch ich habe mich vor einiger Zeit darauf spezialisiert, Geldseiten und Content-Seiten zusammenzuführen. Daraus wurden einfache Affiliate-Blogs.

Blogs, die einen hochwertigen Inhalt liefern, automatisch Backlinks bekommen, natürlich auch für Google attraktiv sind und schließlich auch Geld verdienen können. Dieses Konzept ist, wie ich finde, zukunftssicherer als reine Affiliate-Webseiten.

Mehrwert-Inhalte sind immer Sieger!

Wenn man langfristig mit einer Webseite erfolgreich sein will, dann muss man sich drauf konzentrieren, wie man im Internet einen Mehrwert schafft. Dieser Mehrwert sollte aber natürlich einzigartig sein.

Ist der Inhalt „Weltklasse“, MUSS Google die Webseiten gut listen, damit die Nutzer von solchen tollen Inhalten profitieren können. Dann kann man einfach nicht anders, als bei Google auf die Spitze zu klettern.

Google erstellt keinen Inhalt selbst, sondern findet und „empfiehlt“ diesen seinen Nutzern. So ist es logisch, dass Google und auch jede andere Suchmaschine sich nicht leisten können, einzigartige und hochwertige Inhalte den eigenen Nutzern vorzuenthalten.

Hier kannst du übrigens nachlesen, welche Inhalte Google „mag“

Suchmaschinen-Optimierung (SEO)

Anders ist es mit Webseiten, die nur verkaufen sollen.

Warum soll Google seine Besucher auf Verkaufsseiten oder „Squeeze-Pages“ schicken, wo sie bezahlen oder ihre E-Mail-Adresse preisgeben müssen, ohne dass der Besucher überhaupt vorhat, etwas zu kaufen?

Würde Google dieses Spiel mit seinen Nutzern treiben, würde jede andere Suchmaschinen Google schon längst abgelöst haben.

Man muss heute also in jedem Fall folgendes entscheiden, bevor man eine Webseite aufbaut:

  • Will man auf der Webseite (Affiliate-Seite, Produktseite, Squeeze-Page) nur hart verkaufen, dann wird man in den meisten Fällen auf die Google-Besucher verzichten müssen und Besucher einfach irgendwo einkaufen. Das funktioniert, keine Sorge, wenn man das nötige Kleingeld zum Investieren hat.
  • Oder … man wählt einen Zwischenweg: Man liefert guten Inhalt und vermischt diesen mit verkaufsfördernden Elementen. Diesen Weg gehen sehr viele erfolgreiche Blogger. Auch dieser Weg funktioniert wunderbar. Der Vorteil ist: Die Backlinks und Besucher kommen von ganz alleine.

Sehr treffend sagt es dieser Artikel: Linkbuilding ist tot – es lebe das Content-Marketing. Dort wird empfohlen, das Aufbauen von Backlinks zumindest mit hochwertigem Content zu kombinieren, was derzeit die Standard-Methode unter den Profi-SEOs ist.

Fazit

Backlinks manuell aufzubauen ist riskant. Das war es schon immer. Trotzdem wird es niemanden davon abhalten, es zu versuchen, wenn es darum geht, mit der Webseite mehr Geld zu verdienen.

Wenn man es richtig macht, kann man eine Webseite mit Backlinks relativ schnell zu vielen Nischenbegriffen bei Google und Co. nach oben bringen. Aber wie lange bleibt die Seite dann oben?

Wer es wert legt, langfristig bei Google oben zu stehen, der sollte jegliche Linkaufbaumaßnahmen vergessen und sich dem klassischen Bloggen zuwenden, was jedoch viel Durchhaltevermögen erfordert und eine lange Durststrecke unumgänglich macht.

Da auch der Aufbau guter Backlinks nicht einfach ist, sollten vor allem Einsteiger das Bloggen für sich testen, weil dies kaum SEO-Kenntnisse erfordert. Die Besucher kommen von Google und man konzentriert sich nur auf gute Inhalte und macht sich anschließend Pläne, wie man die Besucher zu Geld machen kann.

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