AutorChristian Ulmeier   Datum21.11.2016   Wörter1233 Wörter   Lesezeit5:08 Lesezeit   KategorieUncategorized

Werbung machen im Internet – einige Tipps aus der PraxisWerbung machen im Internet – einige Tipps aus der Praxis

Wenn man im Internet Werbung machen will, muss man die Spielregeln kennen. Will man schnell Besucher bekommen, gibt man Geld für Werbung aus, bringt man genügend Zeit mit, kann man Besucher auch kostenlos „aufbauen“. Wenn man sich die größten Stolpersteine anschaut, die die meisten Probleme beim Aufbau von profitablen Web-Projekten machen, dann ist die Werbung immer mit dabei. Und das ist nicht verwunderlich.

Marketing-Experten sagen, dass man sich zu 80 % auf das Marketing und nur zu 20 % um das Angebot kümmern sollte. Das sind Zahlen, die ich persönlich nur bestätigen kann. Alleine die Werbung, die in den Marketing-Teil fällt, verschlingt Unmengen an Zeit. Ein Angebot ist meist schnell erstellt, doch wenn es um das Marketing geht, hier wird die Sache erst richtig hart.

Speziell der Teil mit der Internet-Werbung ist eine echte Herausforderung. Egal ob man eigene Produkte oder fremde Produkte mit Partnerprogrammen vermarktet, hat man erst ein verkaufsfähiges System aufgesetzt, konzentriert man sich ab da an nur auf das Marketing – denn schließlich muss man die Interessenten immer noch anwerben, wenn man verkaufen will.

Die Internet-Werbung: Klicks, Besucher und Interessenten

Ein Klick ist nicht gleich ein Interessent. Normalerweise bringt ein Klick auf eine Werbeanzeige nur einen neuen Besucher. Sie können Werbung buchen und eine bestimmte Anzahl an Klicks für die Zielseite erzeugen. Aufpassen muss man, dass man freiwillige Klicks einkauft. Bei solchen Besuchern handelt es sich um Internetnutzer, die irgendwo Ihre Werbung sehen, sich für Ihr Angebot „interessieren“ und auf Ihre Werbung freiwillig klicken.

Es gibt noch eine weitere Art von Werbung – diese baut auf dem Prinzip auf, dass jemand eine Belohnung bekommt, wenn die Werbung angeklickt wird. Mit dieser Art von Werbung habe ich die mit Abstand schlechtesten Erfahrungen gemacht.

Hier ist die Statistik einer Werbebuchung bei einem Paidmailer, die verdeutlicht, warum man mit erzwungenen Klicks nicht viel erreichen kann:

Werbung bei Paidmails und Statistik

Der Leser musste die E-Mail nicht nur öffnen, sondern auch die Webseite besuchen und darauf 15 Sekunden verweilen, um den Klick vergütet zu bekommen.

Man kann der Grafik entnehmen, dass ich über 1300 Besucher generieren konnte und nur 6 davon meinen Newsletter abonniert haben (Actions). Dieses Ergebnis ist schlecht. Noch schlechter geht es fast gar nicht. Und natürlich habe ich die Werbung nur an deutsche User und mit passenden Interessen verschicken lassen, trotzdem war die Werbung verbranntes Geld.

Hinweis: Bei gleicher Klickanzahl und mit Besuchern von besserer Qualität kann man über 200 Abonnenten gewinnen, das nur als Vergleich.

Wenn Sie mit Ihrer Werbung mehr erreichen wollen, dann sollten Sie die folgenden Plattformen meiden:

  • Paidmails
  • Besuchertausch
  • Bannertausch
  • Cashback-Systeme
  • Sonstige Werbenetzwerke, die ihre User für Aktivität belohnen

Wenn Ihre Werbung wirklich nur potenzielle Kunden erreichen soll, dann darf der Interessent niemals etwas dafür bekommen, wenn er auf Ihre Werbeanzeige klickt. Der Klick muss freiwillig und keinesfalls erzwungen sein, dann stehen die Chancen gut, mit bezahlter Werbung auch einige Neukunden zu gewinnen.

Es gibt zahlreiche Werbenetzwerke, bei denen man klassische Klick-Werbung buchen kann. Es gilt in erster Linie zu unterscheiden, in welcher Umgebung die Werbung geschaltet wird. Wenn die Werbung nur bei irgendwelchen Paid4-Seiten oder Bannerfarm-Seiten eingeblendet wird, ist diese fast genauso nutzlos wie erzwungene Klicks, da sich auf solchen Seiten nur Besucher aufhalten, die kaum Kaufkraft aufweisen.

Glücklicherweise gibt es auch Webseiten, die zu rein Informationszwecken erstellt wurden. Solche Webseiten bieten viel Mehrwert für den Leser und ziehen sehr hochwertige Besucher an. Auf solchen Webseiten Werbung machen zu dürfen, kann eine Werbekampagne sehr erfolgreich machen.

Meiner Meinung nach sind informative Blogs sehr gute Werbeträger. Ich versuche, wenn möglich, bevorzugt in Blogs einen Werbeplatz zu bekommen, um dort Werbung zu machen, weil mit einem solchen Werbeplatz gezielt heiße Interessenten für jedes beliebige Angebot meist kostengünstig erreicht werden können.

Besucher von Google, Facebook, YouTube und Co.

Wenn ich meine bisherigen Projekte anschaue und vergleiche, wie ich am einfachsten Besucher erzeugt habe, dann muss ich zugeben, dass die bekannten Plattformen mir am meisten Arbeit gemacht haben. Es ist nicht einfach, eine Website für Google zu optimieren. Es ist auch nicht einfach, auf Facebook perfekt aufzutreten, um nicht als „Werber“ angesehen zu werden. Und es ist alles andere als einfach, interessante Videos zu erstellen, die den Zuschauern gefallen und die Werbebotschaft richtig rüber bringen.

Wirklich leicht ist es dagegen, Besucher von Webseiten in einer Nische abzuholen und diese zu der eigenen Angebotsseite zu führen. So erreicht man wirklich Interessenten und kann diese Strategie bereits kostenlos durchführen. Alternativ kann man diesen Vermarktungsweg mit Geld etwas beschleunigen.

Ich versuche in der Regel sehr sparsam mit Tipps zur Suchmaschinenoptimierung zu sein, denn ich weiß, dass ein normaler Website-Betreiber mehrere Bücher lesen muss, um überhaupt verstehen zu können, wie Suchmaschinen ticken und wie man diese für sich nutzen kann.

Suchmaschinen bieten jedoch die Möglichkeit, Interessenten und Kunden zu gewinnen, das absolut kostenlos. Dafür muss man aber wirklich zuerst lernen, Webseiten für Suchmaschinen und Besucher zu optimieren. Auch das ist keinesfalls eine leichte Aufgabe – vor allem für Einsteiger.

Auch kann nicht jeder einfach so – aus dem Nichts heraus – eine Videokamera aus der Schublade holen, sich eine gute Videobearbeitungs-Software besorgen und dann perfekte Videos drehen, die Millionen von Zuschauern auf YouTube erreichen und einen Teil davon auf die eigene Website bringen.

Auch Besucher von sozialen Netzwerken lassen sich nicht leicht gewinnen. Egal ob Facebook, Twitter, Xing und wie die alle heißen, man muss Wochen und Monate aktiv auf diesen Plattformen verbringen, eine Fan-Gemeinde aufbauen und diese anschließend auf die eigene Website führen, ohne dabei abgelehnt zu werden. In dieser Zeit könnte man 100x so viele Besucher einfach kaufen mit sehr viel weniger Aufwand!

Warum sich darauf konzentrieren, was schwer umzusetzen ist?

Es gibt im Internet so viele Möglichkeiten, wie man Besucher generieren kann – auch kostenlos, warum soll man Monate und Jahre dafür verschwenden, um zu lernen, wie man Webseiten für Suchmaschinen optimiert, wie man perfekte Videos mit tollem Inhalt erstellt und wie man effektiv in sozialen Netzwerken wirbt?

Fazit

Wenn Sie etwas aus diesem Artikel mitnehmen sollten, dann folgendes: Lassen Sie die bekanntesten Besucherkanäle links liegen und beschäftigen Sie sich stattdessen mit den Alternativen zur Besuchergewinnung. Man kann im Internet kostenlos Werbung machen, indem man auf relevanten Webseiten präsent ist und Wege findet, die Besucher auf das eigene Angebot aufmerksam zu machen.

Wenn man möchte, nimmt man etwas Geld in die Hand und bucht Werbung auf thematisch passenden Webseiten. Wenn man wirklich ein gutes Angebot hat, hat man kaum das Risiko, dass man die Werbekosten nicht zumindest wieder hereinholt. Und auch wenn eine Werbekampagne die Kosten nicht decken kann, man lernt daraus und versucht das nächste Mal einfach besser zu werden.

Die kleinen Traffic-Kanäle, die man zum Beispiel durch das Anzapfen von Besuchern auf anderen Webseiten aufgebaut hat, bringen deutlich mehr Kunden als Google, Facebook, YouTube und Co. bei gleichzeitig weniger Kosten und Aufwand. Man muss nur lernen, heiße Interessenten mit der Werbung zu erreichen, nicht die Massen, wie es viele Werbetreibende fälschlicherweise machen und dadurch viel Geld verbrennen.

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